Münchhausen

Münchhausen ist kein Witz. Es ist der Name einer weit verzweigten niedersächsisch- holsteinischen Landadelsfamilie mit noch etlichen Gütern in Niedersachsen.

Stammschloss und -Gut waren hier in Bodenwerder. Der "Lügenbaron" Münchhausen hat gerne in seinem Weserrenaissanceschloss in gemütlicher Runde Geschichten erzählt. Das diente dem Professor und Bibliothekar R.E. Raspe als Vorlage für seinen Roman "Baron Münchhausens marvellous travels and campaigns in Russia". Freiherr ("Baron") Karl Friedrich Hieronymus von Münchhausen soll darüber nicht erfreut gewesen sein. Niedersächsischer Landadel. Nachdem seine Frau nach 46 jähriger Ehe verstarb, heiratete er mit 74 Jahren noch ein 17 jähriges Mädchen, Bernhardine von Brunn aus dem benachbarten Polle. Die hatte aber bald von seinen Geschichten genug und brannte nach kürzester Zeit mit einem jungen hannoveranischen Offizier durch.

Bodenwerden ist ganz nett und versucht aus der Bekanntheit des Barons etwas Kapital zu schlagen. Man kann mit dem Bike zum Parkplatz am Schiffsanleger fahren und von da durch enge Gassen wieder zurück.

Münchhausendenkmal
Münchhausendenkmal
"Ich ritt vor einiger Zeit durch ein Stadttor, und plötzlich fiel das schwere Eisentor herab und verfehlte mich nur knapp. Mein Pferd wurde allerdings leicht lädiert, um genauer zu werden, das Hinterteil meines Pferdes wurde abgetrennt. Dass das Hinterteil fehlte, merkte ich erst, als ich mein Pferd an die Tränke brachte. ..."